2012

Mitgliederversammlung am 16.03.2012

 das Protokoll der Mitgliederversammlung -->                                                                                    flyer

Der Vorstand ist mit sofortiger Wirkung komplett zurückgetreten! 

hier die Stellungnahme der 1. Vorsitzenden Klothilde Weißbach:

Liebe Vereinsmitglieder,

eine Vielzahl von Mitgliedern – 54 Personen - waren gestern Abend bei der Mitgliederversammlung anwesend, die sich – nach Meinung des Vorstandes und weiterer Personen - unnötigerweise in die Länge gezogen hat, was der ganzen, von Anfang an vorherrschenden negativen Stimmung - nicht gerade förderlich war.

 

Wir vom Vorstand - ab heute dem 17.März 2012 - muss es ehemaliger Vorstand heißen - bedauern das sehr.

Nach einem langen Wahlverfahren, eskalierte das Ganze beim Wahlgang zum Besetzen eines Amtes im Vorstand – dem Posten des Vergnügungswartes – und die Diskussion wurde unsachlich.

Die ganze Wahlprozedur und das Verlangen nach einer geheimen Wahl ging ausschließlich und alleine gegen meine Person (Klothilde Weißbach) und so wurde ich auch

mit nur einer Stimme Mehrheit wieder gewählt.

Natürlich hätte ich bereits da das Amt nicht antreten sollen, aber in Anbetracht der Geschlossenheit des Vorstandes und der Neuwahl eines kompetenten 2. Vorsitzenden, den ich in dieses Amt einführen wollte – konnte ich diesen Vorstand, mit dem ich in den letzten 6 Jahren einige Höhen und Tiefen durchstand und der sich im vergangenen Jahr bei den Jubiläumsfeiern mehr als nur bewährt hatte, nicht im Stich lassen.

 

Viele Mitglieder wissen immer noch nicht welch großer zeitlicher Aufwand in der Vorstands- u. Verwaltungsarbeit liegt, sei es bei Stellung von Anträgen für Zuschüsse aller Art, bei den Bestandserhe bungen der Mitgliederzahlen, bei der Mitgliederbearbeitung (Eintritte – Austritte u. sonstige Änderungen in der Beitragszahlung, Zivildienst, Familienabrechnungen etc.) und dass dies nur mit vereinten Kräften –nämlich den Kräften eines gut funktionierenden Vorstandes, der auf die einzelnen Sparten des Vereins eingehen will und muss, funktionieren kann.

 

„Es ist immer einfacher sich an einen gedeckten Tisch zu setzen.“

 

Nachdem die ganze Diskussion unsachlich wurde und auch noch am Vorstand - der gerade neu – in geheimer Abstimmung und somit gewählt - gezweifelt wurde, war für mich klar, dass es nur noch eins - nämlich meinen Rücktritt geben konnte – schließlich war die ganze Mitgliederversammlung und der Punkt Wahlen, von einigen Mitgliedern von Anfang an darauf ausgelegt.

 

Mit der Geschlossenheit und dem Zusammenstehen des Vorstandes wurde allerdings nicht gerechnet und der bis dahin amtierende Gesamtvorstand legte seine Ämter nieder.

 

Wenn das Vertrauen in einen Vorstand, nach gerade vollzogenen Neuwahlen schon wenige Minuten danach in Frage gestellt wird – wie passt das zusammen? – dann war jeder Wahlvorgang eine Farce.

 

Auf Grund der derzeit vorherrschenden Situation, werden die Übungsstunden in alt bewährter Form für die Mitglieder weiter geführt.

Auch wir im Vorstand sind und waren der Meinung, dass man nicht immer "einer Meinung" sein kann, das wäre auch bei einer Mitgliederzahl von weit über 540 Mitgliedern sehr verwunderlich und alle Menschen wären gleich.

Sachliche Diskussionen und Entscheidungen, die vom mehrheitlich gewählten Vorstand getroffen wurden, sollten akzeptiert werden, auch wenn man nicht immer konform mit der einen oder anderen Entscheidung geht.

Die Entscheidungen und Beschlüsse im Vorstand für den Verein wurden eingehend diskutiert, abgewogen und - in den laut Satzung verfügten Abstimmungsergebnissen – getroffen, zum Wohle aller Mitglieder und nicht wie vielfach erwartet wird, immer nur für einzelne Gruppierungen.

 

Die Entscheidungen des Gesamtvorstandes auf eine Person - nämlich die, der Klothilde Weißbach in der Funktion als 1. Vorsitzende - zurückzuführen ist unsachlich und nicht gerecht.

Ich bedanke mich bei dem bis gestern amtierenden Vorstand für den „Schulterschluss“, zeigt er doch, dass ich mit meiner Meinung nicht alleine stehe.

 

Zu meiner Person:

Seit 1984 bin und war ich gerne in diesem Verein und habe mich immer für die Belange der Kinder und Jugendlichen eingesetzt, habe Jugendliche motiviert Ausbildungen im sportlichen Bereich zu machen und viele Stunden meiner Freizeit für den Verein „geopfert“, aber ich habe es gern getan.

Meine Kinder haben in diesem Verein ihre „ersten Vereinsschritte“ gemacht und sind auch heute gerne bereit Jugendlichen in verschiedenen sportlichen Bereichen Vorbild zu sein und sich für die Belange der Jugendlichen einzusetzen.

Damit habe ich mein eigentliches Ziel erreicht – ich habe sie zu aufrichtigen, fairen Menschen erzogen.

 

Die Vereinsführung des TVM habe ich versucht – egal von wem der Vorsitz geführt wurde – zu unterstützen und zu bereichern und es wurden auch entscheidende Dinge

unter meiner Federführung, in den Anfängen als Oberturn- und später als Schriftführerin des Vereins ge- und verändert. Manches wurde auch wieder verworfen, aber das ist der Lauf der Dinge und aus Erfahrungen kann man nur lernen.

Die einzelnen Gruppen habe ich bei der Durchführung ihrer Aktivitäten in der mir zur Verfügung stehenden Zeit unterstützt und zusammen mit weiteren Vorstandsmitgliedern auf den Weg gebracht (Kinder –u. Faschingsveranstaltungen, Ferienspiele, versch. Sportgruppen etc.)

Was jetzt abläuft kann und will ich nicht gut heißen, denn das ist für mein Verständnis kein „geschlossener“ Verein – und die „Altvatteren“ von denen ich nach wie vor viele schätze und froh bin sie gekannt zu haben, würden das, was nun nach 100 Jahren mit diesem Verein passiert, ebenso wie ich nicht gut heißen.

 

Ein Verein ist eine Zusammenführung von Menschen die ein gleiches Interesse verfolgen, dieses gemeinsame Interesse ging im Laufe der Zeit in rein persönliche und oftmals auch leicht egoistische Interessen unter.

 

Es schmerzt, wenn man merkt, dass die Freizeit, die wir vom Vorstand in all den Jahren dem Verein zur Verfügung gestellt haben mit Füßen getreten wird.

Diese Freizeit haben wir aus Überzeugung und zum Wohle der Mitglieder, vor allen Dingen dem der Kinder und Jugendlichen, damit sie eine Zukunft in dem Verein haben und sich aufgehoben fühlen, gerne zur Verfügung gestellt.

 

Die Kinder sind die Zukunft eines Vereins.

 

Dass man aber auch sachlich und in ordentlichen Bahnen – das heißt auch demokratisch und fair miteinander umgeht und eine mehrheitlich gewählte Vorstandschaft akzeptiert, gehört für mich einfach dazu.

Dies war gestern Abend nicht gegeben und die Vereinsführung wurde personifiziert.

Eine Vereinsführung mit weit über 540 Mitgliedern, denen wir in der Vergangenheit, nach den uns vorgegebenen zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten und Vorgaben,versucht haben gerecht zu werden und in Einklang zu bringen.

 

Wir im Vorstand, insbesondere meine Person, bedauern es sehr, dass es so weit gekommen ist, denn nach wie vor hatten wir zusammen mit den Übungsleitern, Helfern und allen Betreuern eine starke Truppe an unserer Seite, ohne die es nicht möglich war und ist, den Verein auf diese breite Basis zu stellen und das von anderen Vereinen bewunderte sportliche Angebot zu schaffen.

Hier bedanke ich mich für die Mitarbeit bei der Vereinsführung und Unterstützung von allen Übungsleitern und Helfern in den vergangenen Jahren,ebenso wie für das Vertrauen in meine Person, welches mir seither entgegengebracht wurde.

 

Nach wie vor wird von mir die Übungsstunde für die Schüler/innengruppe am Montag abgehalten, denn diese Kinder, die gerade dabei sind,erste Bindungen zum Verein zu knüpfen, werden es nicht verstehen, warum Erwachsene so entscheiden bzw. handeln.

 

Vielen Dank für die Unterstützung und das Vertrauen in all den Jahren, welches mir beim Start in die Vereinsführung entgegengebracht wurde.

 

Mit dem Wunsch, dass die Menschen in diesem Verein den Prinzipien

 

Frisch     (guten Mutes u guter Dinge)

Fromm     (aufrichtig)

Fröhlich   (mit Spaß dabei) und

Frei        (politisch – in eurer Meinung und von Schwankungen unabhängig) sein

 

unseres Turnvater Jahns treu sind war und ist für mich – seit 1973, damals als angehende Übungsleiterin und ganz besonders seit 1984 im Vorstand hier in Mettenheim –

sportliches Tun und Fairness in allen Dingen das Wichtigste

 

 

Klothilde Weißbach